5.2.15
06/29/2017
Last Modified 10/27/2015 by Hanns Mattes
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Allgemeine Empfehlungen

Generelles

Ein paar Worte zu E-Mail an sich und überhaupt.

Twitter hin und Facebook her - E-Mail ist nach wie vor das Kommunikationsmedium im Internet. Mit Recht: Im Gegensatz zu den genannten ist E-Mail privat und nicht daran gebunden, dass zum Beispiel beide Gesprächspartner einen Account beim gleichen sozialen Netzwerk haben.

E-Mail ist flexibel und schnell. Man kann seine Mitteilung an eine beliebige Anzahl von Komunikationspartnern bequem versenden, man kann Anhänge mitschicken - und bei entsprechenden Einstellungen ist E-Mail abhörsicher - auch für die Betreiber der Mailserver.

Best Practice

Bei allen Vorteilen sollte man E-Mails nicht für Dinge missbrauchen, für die sie nicht geschaffen sind. Riesige Dateianhänge zum Beispiel sollte man auf anderem Weg übermitteln, Dienste wie Dropbox sind da nützlich. BrueckOmail ist zwar liberal, was die Größe von Anhängen angeht, andere aber nicht: Es nutzt nichts, 160 MB zu versenden, wenn die Gegenstelle eine Obergrenze von 20 MB festgelegt hat.

E-Mails sind erst einmal Textnachrichten. Allerdings hat sich leider inzwischen eingebürgert, HTML-Nachrichten zu versenden. Das ist eigentlich und uneigentlich eine ganz schlechte und ziemlich überflüssige Idee. Ein Link zum nachlesen.

Verschlüsselung

Wann immer geht - nutzt verschlüsselte Verbindungen. Bezogen auf Mail heißt das: Verwendet immer die entsprechende Einstellung in Eurem Mailprogramm - die Webmailer laufen ohnehin über eine gesicherte Verbindung -, meistens finden sie sich in den Einstellungen des jeweiligen Kontos.

SSL und TLS

Verschlüsselung wird über zwei Mechanismen angeboten, SSL und TLS. SSL ist dabei das ältere Protokoll, daher ist TLS die bevorzugte Variante. Am elegantesten ist die Verwendung von STARTTLS, bei dem über die Standardeinstellungen Verschlüsselung angeboten wird. Wo immer es möglich ist, sollte man es auch nehmen, wenn man ein Mailprogramm wie Thunderbird verwendet.

Diese Verschlüsselung dient dazu, vor allem die Übermittlung von Kennwörtern und Nutzernamen abzusichern, der Inhalt der Mails wird dadurch nicht geschützt: Falls irgendein zwischengeschalteter Server kein TLS "spricht", dann geht der Inhalt im Klartext durch das Netz. Auch auf dem Server, auf dem die Mails landen, sind die Daten nicht grundsätzlich verschlüsselt abgespeichert. Das alles allerdings lässt sich über gpg erreichen, wie es zum Beispiel von Horde angeboten wird. Für Thunderbird gibt es Enigmail, ein sehr gutes Plugin zur Verschlüsselung, ClawsMail und andere Mailprogramme können das auch.

POP3 oder IMAP

Beide Protokolle sind völlig in Ordnung, IMAP ist aber das deutlich praktischere. Da bei IMAP die Nachrichten auf dem Server verbleiben, kann man von überall auf den gleichen Mailbestand zugreifen und auf dem Smartphone, Tablet oder Mailprogramm immer alles synchron halten. Für POP3 spricht eigentlich gar nichts mehr, da man auch mit IMAP zusätzlich lokale Kopien der Mails auf dem Endgerät vorhalten kann. Zwar kann man auch POP3 so einstellen, dass die Mails nicht vom Server gelöscht werden, aber: Das ist eine Vergewaltigung des Protokolls und ziemlich von hinten durch die Brust ins Auge.

Mailprogramme

Am schnellsten und besten liest man E-Mails immer noch mit dafür geschaffenen Programmen wie zum Beispiel Thunderbird. Eine Auswahl findet sich unter Anleitungen. Thunderbird ist wohl am verbreitesten und deswegen auch meine Empfehlung.

Horde-Empfehlungen

Daten synchron halten

Horde bietet luxuriöse Möglichkeiten, Adressbücher, Terminkalender, Notizen, Bildergalerien und mehr zu pflegen und mit anderen Endgeräten zu synchronisieren. Das setzt übrigens nicht einmal voraus, dass man ansonsten mit Horde arbeitet, denn diese Server-Funktionen werden so oder so angeboten. Man kann zum Beispiel Kalender zwischen Tablet und Smartphone synchronisieren, ohne sich außer bei einigen Grundeinstellungen je wieder mit Horde auseinandersetzen zu müssen.

Kompliziert wird die Sache dadurch, dass es verschiedene Wege (technisch: Protokolle) gibt, um das zu bewerkstelligen. Am gängigsten für die Synchronisation von Kalendern und Adressbüchern sind ActiveSync, CalDAV und CardDAV. Dieser Wildwuchs begründet sich - wie so oft - in den Interessen einzelner Software-Hersteller. ActiveSync zum Beispiel ist die von Microsoft bevorzugte Variante, die *DAV-Varianten sind offene Standards. Sie funktionieren alle, aber je nach Endgerät ist die Einbindung mehr oder weniger gut.

Mail

Naja, Mails synchron zu halten geht eben am besten über die Verwendung von ImaP, ist also ziemlich simpel, weil das jeder Mailclient kann.

Adressbücher

Für die Synchronisierung kommen ActiveSync und CardDAV in Frage. Geht beides. Unter Android muss man sich allerdings eine entsprechende CardDAV-App herunterladen, die die Daten liest und ins Adressbuch schreibt. Ich verwende die Software von DMFS. Alles von den Jungs ist sehr gut, ich nutze auch die CalDAV-App und den Kontakteditor.

Auch mit ActiveSync geht die Adress-Synchronisation prima. Neben den hauseigenen Anwendungen der Smartphone-Betriebssysteme gibt es auch Dritt-Software. Geschmackssache.

Kalender

Geht auch wieder über CalDAV und ActiveSync. Meiner Erfahrung nach ist CalDAV robuster, ist aber - wie gesagt - nicht von Haus aus bei Android dabei.

Notizen und Aufgabenlisten

Geht mit ActiveSync oder speziellen Apps. Aufgabenlisten kann man auch über CalDAV synchronisieren, für Notizen habe ich bisher nur ActiveSync-Anwendungen gefunden. Geht alles.